Nokia-Smartphones: Aktuelle Modelle im Vergleich

Wenn es einen Hersteller gab, der die Handywelt der 1990er und frühen 2000er Jahre dominierte, dann war es Nokia. Zugegeben: Mit dem Siegeszug des Smartphones wurde es still um diese finnische Firma. Auch die Übernahme durch Microsoft brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Doch das sollte sich bald ändern: Seit 2016 stellt der Hersteller HMD Global Nokia-Smartphones mit dem bewährten Betriebssystem Android her. Die Bandbreite reicht von günstigen Budget-Phones über Smartphones für Outdoor-Nutzung bis zu High-End-Geräten mit leistungsstarken Kameras

Dennoch bleiben einige Fragen: Kann Nokia mit seinen Smartphones an frühere Erfolge anknüpfen? Wie viel Leistung erhältst du für dein Geld, und welches Nokia-Phone ist für welche Nutzer geeignet? Wir verraten es dir in diesem Artikel.

Stärken von Nokia-Smartphones

Artikelbild: Nokia-Smartphones – Stärken
Nokia war von 1998 bis 2011 der ungeschlagene Marktführer bei Handys.

Günstiger Preis

Hersteller wie Samsung und Apple mögen das obere Preissegment fest im Griff haben, doch Nokia punktet mit einer anderen Stärke: alltagstaugliche Smartphones unter 500 Euro. In diesem Bereich haben Kunden eine große Auswahl, sodass individuelle Akzente möglich sind: Möchtest du den Fokus beispielsweise auf Speicherplatz und Hardware legen? Sind dir leistungsstarke Kameras wichtig oder soll es ein möglichst robustes Handy sein? Nokia bietet dir eine Fülle an Modellen für (fast) alle Bedürfnisse.

Effizientes Betriebssystem

Die meisten Experten und Nutzer begrüßten Nokias Wechsel zum Betriebssystem Android. Doch dies hat nicht nur den Vorteil, dass du aus einer Fülle an Apps auswählen kannst. Auf Nokia-Phones kommt sogenanntes Stock-Android zum Einsatz – also die Version, die von Google selbst entwickelt wird. Während viele Hersteller ihre Geräte mit unnötigen Extras und Bloatware vollpacken, die die Performance ausbremsen, bekommst du mit einem Nokia-Phone die pure Android-Erfahrung: schnell, stabil und benutzerfreundlich.

Auch Sicherheit wird bei den Finnen großgeschrieben: Wenn du beispielsweise die Modelle X10 oder X20 kaufst, profitierst du von drei Jahren Update-Garantie. Beim Nokia XR20 sind es sogar vier Jahre. Damit möchte Nokia seine Handys länger nutzbar machen und zur Nachhaltigkeit beitragen.

Hervorragende Kameras

Als waschechte Allrounder decken Nokia-Smartphones alle Funktionen ab, die für heutige Nutzer wichtig sind. Dazu gehören natürlich auch Fotos und Videos. Um Hobby-Fotografen die nötigen Tools an die Hand zu geben, arbeitet Nokia mit dem renommierten Hersteller Zeiss zusammen. Das Resultat sind bis zu fünf Kameras, die Details und Tiefeneffekte ebenso einfangen wie lebensechte Farben und Kontraste. Ein weiteres praktisches Feature: Auf Wunsch kannst du Fotos im super-detaillierten RAW DNG-Format aufnehmen und anschließend mit Photoshop Lightroom bearbeiten.

Beliebte Smartphones von Nokia im Vergleich

Nokia G50

Suchst du ein extragroßes Smartphone, das in Richtung „Phablet“ geht – aber beim Preis unter der magischen 300 Euro-Grenze bleibt? Dann hat Nokia das richtige Modell für dich im Angebot:

Das Ende 2021 erschienene G50 punktet mit einer Bildschirmdiagonale von ganzen 6,8 Zoll. Zwar kann das Display nicht in der Oberliga mitspielen – an die Farb- und Kontrastwerte eines OLED-Displays kommt es nicht heran und 252 ppi sind im Vergleich eher mager. Dafür hilft die geringe Pixeldichte, Akku zu sparen. Und das macht sich im Alltag bemerkbar: Der gigantische 5.000-mAh-Akku erlaubt problemlos zwei Tage Dauernutzung.

Nokia G50
Nokia G50

In Sachen Hardware präsentiert sich das Nokia G50 grundsolide – wenn auch nicht bahnbrechend. Ein Snapdragon-480-Chip und 6 GB Arbeitsspeicher sind für alltägliche Anwendungen ausreichend. Lediglich Nutzer, die anspruchsvolle Apps wie Bildbearbeitung und die neusten 3D-Spiele bevorzugen, sollten sich nach mehr Leistung umsehen.

Überzeugen kann dagegen die Kamera. Diese kommt dank Weitwinkel-, Ultraweitwinkel- und Tiefenobjektiv durchaus zeitgemäß daher und erlaubt detaillierte Aufnahmen auch bei schlechtem Licht. Ein Manko: Optische Bildstabilisierung und Filmen in 4K-Auflösung sind nicht mit von der Partie. Bei 1080p und 30 Bildern pro Sekunde ist Schluss.

Dafür bietet das G50 zwei Features, die viele Hersteller heutzutage vermissen lassen: Zum einen kannst du den Speicherplatz per SD-Karte erweitern. Zum anderen ist das G50 dank 3,5-mm-Buchse mit einer Vielzahl an Kopfhörern kompatibel.

Nokia X20

Ein Preissegment darüber rangiert das 2021 erschienene Nokia X20. Dieses Smartphone macht vor allem mit folgenden Features auf sich aufmerksam:

  • Das Display löst mit einer Pixeldichte von 395 ppi auf – ein durchaus konkurrenzfähiger Wert, der für scharfe Bildschirminhalte sorgt.
  • Gorilla Glass 5 schützt das Display vor Kratzern.
  • Nokia setzt den gleichen Chipsatz wie beim günstigeren G50 ein, spendiert dem X20 aber 2 GB mehr Arbeitsspeicher.
  • Das X20 verfügt über vier Kameraobjektive, die mit bis zu 64 MP versehen sind. Eine Makrolinse erleichtert das Knipsen von Nahaufnahmen.
  • Videos sind in 1080p und mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde möglich. Auf Wunsch kannst du die Rückseiten- und Frontkamera gleichzeitig verwenden.
Nokia X20
Nokia X20

Ein weiteres Highlight ist neben 5G-Unterstützung für schnelles Internet auch der Akku. Dieser liefert dank 4.470 mAh genug Power für einen ganzen Tag Dauernutzung – oder zwei Tage, wenn du das Smartphone sparsam verwendest.

Leider kann das X20 nicht in allen Bereichen überzeugen: Der Bildschirm ist vielen Testern zu dunkel und farbarm, bei den neusten 3D-Spielen gerät die Hardware an ihre Grenzen, und der Kamera-Zoom kann kaum überzeugen. Betrachtet man jedoch den vergleichsweise günstigen Preis, erscheinen diese Schwächen verschmerzbar.

Nokia X10

Das Nokia X10 erschien zwei Monate später als das X20 und ähnelt diesem Smartphone in vielen Belangen. So sind die Maße und das Display identisch. Das X10 präsentiert sich 10 Gramm leichter – entscheidender ist jedoch ein Feature, dass Nokia-Fans lange vermisst haben: Splash Protection. Damit ist das Display besser vor Regen und Feuchtigkeit geschützt.

Im Vergleich mit dem X20 stellt das X10 die günstigere Wahl dar, und Nokia spart vor allem beim Arbeitsspeicher: Statt 8 GB stehen dir maximal 6 GB zur Verfügung. Tests bescheinigen: Das reicht für Basis-Anwendungen locker aus. Lediglich bei hardwarehungrigen Apps und Spielen können sich Ruckler bemerkbar machen.

Nokia X10
Nokia X10

Die Auflösung der Hauptkamera wurde mit 48 (statt 64) MP leicht verringert. Doch auch diesen Unterschied wirst du kaum bemerken, wenn du deine Fotos nicht gerade auf einem großen Bildschirm betrachtest. Hobby-Regisseure sollten allerdings beachten, dass das X10 zwar in hochauflösenden 1080p, aber nur mit 30 Bildern pro Sekunde filmt. Wenn du schnelle Bewegungen einfangen möchtest, liefern 60 FPS flüssigere Ergebnisse.

Nokia XR20

Natürlich kannst du die Features von Nokias X-Reihe auch upgraden – und zwar mit dem Nokia XR20, das im August 2021 erschien.

Nokia XR20
Nokia XR20

Dieses Smartphone fällt ein wenig größer und schwerer aus, ist dafür aber rundum geschützt. Die Schutzklasse IP68 bescheinigt: Selbst ein Untertauchen in 1,5 Meter Wassertiefe für bis zu 60 Minuten ist (unter Laborbedingungen) kein Problem. Und Nokia legt noch einen drauf – vielleicht in Anlehnung an die unverwüstlichen Handys der frühen 2000er Jahre: Das XR20 übersteht Stürze auf Beton aus ganzen 1,8 Metern Höhe. Zusätzlich kommt hier das stabilste Panzerglas der Reihe zum Einsatz: Gorilla Glass Victus.

Am superrobusten Design siehst du bereits: Das XR20 richtet sich vor allem an Outdoor-Nutzer. Dies zeigt sich auch an der verbesserten Bildschirmhelligkeit. Der Akku ist etwas größer, und die Ortung funktioniert dank Dual Band GPS präziser als bei vielen Vergleichsmodellen. Weitere nützliche Features – wenn auch eher in den eigenen vier Wänden – umfassen kabelloses Laden und Stereo-Lautsprecher.

Etwas schade ist, dass Nokia nicht nur die Hauptkamera mit 48 MP leicht abgespeckt, sondern auch das Tiefen- und Makroobjektiv gestrichen hat. Besonders letzteres wäre für Naturfreunde praktisch, die Pflanzen und Tiere aus der Nähe fotografieren möchten.

Nokia 1.4

Als eines der günstigsten aktuellen Nokia-Phones ist das Modell 1.4 besonders für Einsteiger und Puristen geeignet. Schnelle Hardware, vielseitige Kameras und ein High-End-Display suchst du hier vergebens – aber das ist auch gar nicht der Anspruch dieses Budget-Phones.

Nokia 1.4
Nokia 1.4

Stattdessen erwarten dich ein angenehm großes 6,5-Zoll-Display, robuste Verarbeitung und ein 4.000 mAh starker Akku, der lange Laufzeiten ermöglicht. Auch Schnappschüssen und Selfies steht dank drei Kameras nichts im Wege. Natürlich sollten Nutzer keine Bildqualität par Excellence erwarten. Eher schon ist das Nokia 1.4 für Videotelefonate ausgelegt. Der Vierkern-Chip genügt für Basis-Anwendungen, und für ruckelfreie App-Nutzung stehen bis zu 3 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung.

Nokia 150

Zu guter Letzt möchten wir ein Nokia-Handy vorstellen, das sich vor allem an Nostalgiker richtet – aber auch an Senioren, die mit modernen Touch-Screens wenig anfangen können.

Das Nokia 150 sticht mit seinem physischen Tastenfeld und der handlichen Diagonale von 2,4 Zoll ins Auge. Somit ermöglicht es das, wofür Handys einst erfunden wurden: Telefonieren. Das funktioniert dank großer, ergonomischer Tasten auch hervorragend. Gleichzeitig sorgt die sparsame Hardware dafür, dass das Nokia 150 erst nach ein paar Tagen an die Steckdose muss.

Nokia 150
Nokia 150

Bleibt die Frage: Kann man mit diesem 50-Euro-Gerät noch mehr machen? Zugegeben, die Möglichkeiten werden bereits durch den mickrigen Speicher von 4 MB begrenzt. Immerhin lässt sich dieser per SD-Karte erweitern, wodurch das Nokia 150 zum MP3-Player wird. Auch eine Radio-App ist mit von der Partie. Allerdings fehlt ein Internet-Anschluss, und die eingebaute VGA-Kamera ist kaum der Rede wert.

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