Nothing Phone 1

Nothing Phone 1 – die neusten Infos zum Design-Wunder

Dass sich ein neuer Smartphone-Hersteller auf den Markt drängt, erlebt man nicht alle Tage. Doch natürlich fängt Nothing, wie die Firma heißt, nicht bei null an. Stattdessen steckt hinter dem Nothing Phone 1 Carl Pei, der Mitgründer und frühere CEO von OnePlus. Und dieser hat Großes vor: „Unlike anything Else“ – „so wie nichts zuvor“ soll das erste Smartphone der Marke werden.

Tatsächlich zeigen erste Leaks und Infos: Das Nothing Phone bricht mit einigen Konventionen und schickt gleichzeitig ganz neue Features ins Rennen – kein Wunder also, dass das Gerät von der Fachpresse heiß erwartet wird. Im Juli soll es so weit sein.  

Wir verraten Dir, was bereits über das Nothing Phone bekannt ist, welche Art Smartphone dich erwartet und ob der Hype gerechtfertigt ist

Preis und Verfügbarkeit

Das Nothing Phone wird am 12. Juli 2022 erscheinen, wie der Hersteller unlängst auf Twitter bestätigte. Wer das Gerät kaufen möchte, muss sich jedoch gedulden: Vorerst ist lediglich der Verkauf via Einladungscode geplant. Danach soll das Nothing Phone Schritt für Schritt auch auf dem regulären Markt verfügbar sein.

Der Startpreis ist noch nicht bekannt. Allerdings rechnen Experten mit etwa 500 Euro. Damit stellt das Nothing Phone kein High End-Modell dar, sondern rangiert in der mittleren Preisklasse – ähnlich wie das Samsung Galaxy M53 5G, das Realme GT2 oder das iPhone SE (2022).

Nothing Phone 1 Rückseite

Design

Optik und Design sind die Haupt-Punkte, mit denen sich das Nothing Phone von der Konkurrenz absetzt.

Wichtigste Innovation ist die transparente Rückseite – bzw. das, was dahinter steckt. Das Nothing Phone besitzt nämlich 900 Dioden, die in Bändern und Kreisen verlaufen und eine ganze Reihe von Funktionen erfüllen.

  • Zum einen blinken die LEDs in Mustern, sodass Klingeltöne optisch untermalt werden. So lässt sich außerdem ganz ohne Ton erkennen, wer gerade anruft.
  • Werden kompatible Geräte auf das Nothing Phone gelegt, zeigt ein beleuchteter Ring an, dass Reverse Charging aktiv ist.
  • Anhand eines Balkens können Nutzer sehen, wie weit das Handy aufgeladen ist.
  • Beim Fotografieren dienen die LEDs als Hintergrundbeleuchtung. Außerdem zeigt ein roter Lichtpunkt an, dass das Nothing Phone gerade filmt.

„Schön und gut“ – ließe sich anmerken: Doch wozu der ganze Aufwand, wenn 90 % der Nutzer ohnehin eine Smartphone-Hülle verwenden? Auch daran hat Nothing gedacht, und stellt transparente Cases zur Verfügung.

In diesem Video des Smartphone-Testers Marques Brownlee kannst Du Dir die beleuchtete Rückseite und ihre Funktionen genauer ansehen:https://www.youtube.com/watch?v=mrkAmmMakMg

Display

Über die Display-Daten des Nothing Phones kann aktuell nur spekuliert werden.

Im Gespräch sind Displaydiagonalen von 6,43 bis 6,55 Zoll, womit das Smartphone am oberen Ende des Größenvergleichs angesiedelt ist. Fast schon sicher scheint, dass OLED-Technologie zum Einsatz kommen wird – so wie bei den meisten Geräten der Ober- und Mittelklasse. Für scharf dargestellte Inhalte sorgt eine Full HD Auflösung von 1080 x 2400 Pixeln, und die Wiederholungsrate dürfte entweder 90 oder 120 Hz betragen. Auch diese ist in der Preisklasse des Nothing Phone mittlerweile Standard, denn kaum ein Nutzer möchte die super-flüssigen Animationen und Scroll-Bewegungen mehr missen.

Hardware und Akku

Wenn man dem Leaker Ice Universe glauben möchte, arbeitet im Inneren des Nothing Phone ein Snapdragon 778G+. Dieser Chip erschien im Oktober 2021 und kommt unter anderem im Xiaomi 12 Lite, dem Honor 70 und dem Motorola Edge 30 zum Einsatz. Um einen High End-Prozessor handelt es sich nicht, was viele Nutzer im Vorfeld enttäuscht hat. Allerdings ist dieser Anspruch angesichts des Startpreises von 500 Euro auch kaum realistisch. Für alltägliche Apps und Spiele dürfte der Achtkerner mit 8 oder 12 GB Arbeitsspeicher auf jeden Fall genügen. Ebenfalls scheint es plausibel, dass Nothing einen schwächeren – und damit sparsameren – Chip wählt, um den Akkuverbrauch in Grenzen zu halten. Schließlich dürfte auch die Licht-Show auf der Rückseite an den Energiereserven zehren.

Das bringt uns zum nächsten Punkt:

Das Nothing Phone soll einen 4.500 mAh-Akku besitzen, der in dieser Preisklasse weder besonders stark noch besonders schwach ist. Realistisch erscheint ein ganzer Tag Dauernutzung. Danach lässt sich der Akku per 45 W-Netzteil aufladen. Dieses dürfte für moderate Ladezeiten sorgen – weniger schnell als aktuelle Xiaomi Phones, aber vermutlich flinker als ein iPhone 13. Kabelloses Laden ist ebenso mit von der Partie wie Reverse Charging, mit dem sich das Nothing Phone als Ladestation verwenden lässt.

Als Betriebssystem ist Android 12 geplant – jedoch in einer modifizierten Version des Herstellers, die sich Nothing OS nennt. Glaubt man Carl Pei, dürfen wir uns auf ein schlankes System ohne Bloatware und unnötigen Schnickschnack freuen. Einen Vorgeschmack gibt der seit kurzem im Google Play Store verfügbare Nothing Launcher. Damit kannst Du das minimalistische Design von Nothing OS auf Deinem Smartphone ausprobieren.

Kameras

In Sachen Kameras präsentiert sich das Nothing Phone alles andere als revolutionär. Doch dies muss nicht unbedingt schlecht sein. Das Duett aus Weit- und Ultraweitwinkelkamera findet sich auf der Rückseite der meisten aktuellen Smartphones und deckt eine Vielzahl an Motiven ab – von Porträts bis zu weiten Landschaften. Lediglich die Schärfe sorgt aktuell noch für Skepsis: Während 50 MP für die Hauptkamera einen durchaus konkurrenzfähigen Wert darstellen, gewinnen die für das Ultraweitwinkel-Objektiv geplanten 16 MP heute keinen Preis mehr. Es bleibt also abzuwarten, wie alltagstauglich die zweite Linse sein wird.

Übrigens stellen diese Werte nur Spekulationen dar, denn der Hersteller schweigt sich zu den Kameras des Nothing Phones weiterhin aus. Fast schon sicher scheint hingegen, dass das Gerät Videos in 4K-Qualität und 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen kann.

Fazit

Egal, welche der Spezifikationen in Sachen Hardware, Display oder Kameras sich als wahr herausstellen – eines ist schon jetzt sicher: Mit der beleuchteten Rückseite des Nothing Phone macht der Hersteller einen gewagten Schritt. So viel Mut zur Innovation kommt gut an, wie die Resonanz von Smartphone-Fans und Experten zeigt.

Abseits des Designs präsentiert sich das Nothing Phone 1 bis jetzt wenig spektakulär. Uns erwartet weder ein Hardware- noch ein Kamerawunder. Auch super-schnelles Aufladen dürfte nicht mit von der Partie sein. Auf der anderen Seite sind jedoch keine gravierenden Schwächen erkennbar, sodass Nutzer für 500 Euro ein alltagstaugliches Allround-Phone erhalten dürften. 

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