Realme GT2 und GT2 Pro

Realme GT2 und GT2 Pro im Vergleich

Anfang des Jahres stellte Realme sein neues Smartphone GT2 vor – ein rundum gelungenes Mittelklasse-Gerät, das Tester vor allem mit seinem Display und der schnellen Hardware begeistert. Doch Realme legt noch einen drauf: Mit dem GT2 Pro wagt sich der Hersteller erstmals in die Oberklasse vor – eine Kampfansage an Konkurrenten wie Samsung, Apple und Xiaomi.

Ob Realme mit dieser Strategie Erfolg hat, wie sich GT2 und Pro-Version unterscheiden und welche Variante die richtige für dich ist, erfährst Du in diesem Artikel.

Realme GT2 in schwarz
Quelle: realme.com

Realme GT2

Das Realme GT2 kostet je nach Ausstattung 500–550 Euro (UVP) und rangiert damit in der gehobenen Mittelklasse. Folgende Features erwarten dich für diesen Preis:

Design

Mit seiner 6,62 Zoll-Diagonale gehört das Realme GT2 – ähnlich wie das Galaxy S22+ und das Google Pixel 6 Pro – zu den größeren Smartphones auf dem Markt. Die Displayränder nehmen nur 14,3 % der Vorderseite ein. Das sorgt für ein annähernd, aber natürlich nicht komplett randloses Design.

Viel Aufsehen sorgte Realme im Vorfeld mit der Verarbeitung: Wer das GT2 in den Farben Weiß oder Grün kauft, erhält eine Rückseite aus recyceltem Papier und Biopolymeren. Diese präsentiert sich nicht nur nachhaltig, sondern auch angenehm griffig und widerstandsfähig. Lediglich der Rahmen aus Kunststoff wirkt weniger edel als bei High End-Modellen, die auf Metall setzen.

Das Realme GT2 besitzt keine Schutzklasse. Ob es wasserdicht ist, lässt sich also nicht sagen. Wir raten davon ab, es auszuprobieren! Als Trost liefert der Hersteller eine Schutzhülle mit, und auf dem Bildschirm hält stabiles Gorilla Glass 5 Kratzer ab.

Hardware

Der im Realme GT2 verbaute Snapdragon 888 Chip eroberte 2021 die Herzen von Hardware-Fans im Sturm. Bei der Bewältigung anspruchsvoller Spiele galt er sogar als bester Nicht Apple-Prozessor – kein Wunder also, dass er nach wie vor in vielen Mittelklasse-Smartphones zum Einsatz kommt.

Ruckler hast Du bei der App-Nutzung, beim Spielen oder dem Wechseln zwischen Programmen kaum zu befürchten – schon gar nicht, wenn Du dich für die Variante mit 12 GB Arbeitsspeicher entscheidest. Außerdem bleibt das Realme GT2 angenehm kühl, und damit auch unter maximaler Ausstattung stabil.

Natürlich benötigt Spitzenhardware eine Menge Energie. Aus diesem Grund besitzt das Realme GT2 einen 5.000 mAh Akku, der etwa 650 Minuten Dauereinsatz mitmacht. Bei sparsamer Nutzung sollten zwei Tage drin sein. Während sich der Akku grundsolide, aber nicht rekordverdächtig präsentiert, ist die Schnellladefunktion mit 65 W ein echtes Highlight. Realme verspricht, dass sich der Akku damit in nur 33 Minuten komplett füllen lässt – ein Wert, der sogar dem Schnelllade-Meister Xiaomi Konkurrenz macht.

Realme GT2 in grün und weiß
Quelle: realme.com

Display

Nicht nur auf dem Datenblatt erfüllt das Display des Realme GT2 alle Kriterien, die man an ein Smartphone von heute stellen darf: AMOLED-Technologie sorgt für satte Kontraste, HDR10+ optimiert die Qualität von Filmen, und auch an der Schärfe von 398 ppi gibt es nichts zu beanstanden. Dazu kommt die 120 Hz-Wiederholungsrate für flüssige Animationen und Scroll-Bewegungen. Diese Werte sind umso beeindruckender, wenn man bedenkt: Viele Hersteller lassen sich vergleichbare Displays mit mehreren hundert Euro Aufpreis bezahlen.

Kameras

Herzstück der Rückseitenkamera bildet eine 50 MP Weitwinkel-Linse mit Optischer Bildstabilisierung. Diese zaubert tagsüber detaillierte Fotos, die mit kräftigen Farben begeistern. Und auch nach Einbruch der Dunkelheit kann die Kamera überzeugen: Details bleiben deutlich erkennbar und die Bilder werden gleichmäßig ausgeleuchtet. Lediglich Schlieren durch starke Lichtquellen wie Laternen oder Ampeln lassen sich in dieser Preisklasse kaum vermeiden.

Wenig überzeugen kann dagegen die Ultraweitwinkel-Kamera. Diese verfügt gerade einmal über 8 MP, was Aufnahmen detailarm und verwaschen wirken lässt. Und auch die Makrolinse mit 2 MP ist im Alltag nur bedingt brauchbar, da die Nahaufnahmen Schärfe vermissen lassen. Hier wäre es besser gewesen, Realme hätte sich auf eine Zusatz-Linse konzentriert und diese dafür hochwertiger gestaltet.

Erfreuliches gibt es von der Video-Front zu berichten: Das Realme GT2 filmt in 4K-Qualität, und dank 60 Bildern pro Sekunde sind besonders lebensechte Kamera-Schwenks möglich.

Features

In Sachen Ausstattung präsentiert sich das Realme GT2 als Komplettpaket, das kaum Features vermissen lässt. Der neue Mobilfunkstandard 5G ist ebenso mit von der Partie wie WiFi 6 und Bluetooth 5.2. Auch das Verwenden von zwei SIM-Karten ist möglich.

Dafür musst Du auf eine 3,5 mm Buchse und einen Speicherkarten-Slot verzichten. Kopfhörer schließt Du per USB-C oder Bluetooth an, und für die Erweiterung des Speichers kannst Du auf Cloud-Lösungen wie Google Drive zurückgreifen.

Fazit

Display, Hardware und Akku-Ladezeit – das sind drei Highlights, mit denen das Realme GT2 über seine Preisklasse hinauswächst. Und auch die Kamera liefert ausgezeichnete Ergebnisse – zumindest, wenn Du dich auf das Weitwinkel-Objektiv beschränkst. Käufer, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, werden sich darüber hinaus über die Rückseite aus recyceltem Papier freuen.

Realme GT2 Pro in weiß
Quelle: realme.com

Realme GT 2 Pro

Das Realme GT2 Pro stellt mit 750 bzw. 850 Euro (UVP) das bisher teuerste Smartphone des Herstellers dar. Für diesen Aufpreis erwarten dich folgende Verbesserungen im Vergleich zum Realme GT2:

Design

Mit einer Diagonale von 6,7 Zoll präsentiert sich das GT2 Pro geringfügig größer als die Basisversion.

Auffälliger ist jedoch ein anderer Unterschied: Die Displayränder nehmen nur noch 11,4 % der Vorderseite ein. Wer auf den randlosen Look steht, den Hersteller wie Apple und Samsung salonfähig gemacht haben, kann hier bedenkenlos zugreifen. Ebenfalls zur zeitgemäßen Optik trägt der Rahmen aus Metall bei.

Eine Schutzklasse nach IP-Standard fehlt auch beim Pro-Modell. Allerdings wurde der Display-Schutz dank Gorilla Glass Victus verbessert, und laut Herstellerangaben kann das Gehäuse Wasserspritzer abhalten. 

Hardware

Im Herzen des Realme GT2 Pro arbeitet ein Snapdragon 8 Gen 1 – also der Nachfolger-Chip des im GT2 verbauten Snapdragon 888. Dieser kommt auch für Modelle wie das Xiaomi 12 oder Oppo Find X5 Pro zum Einsatz und verspricht etwa 20 % schnellere Leistung als sein Vorgänger. Das ist vor allem sinnvoll, wenn Du besonders anspruchsvolle Apps verwenden oder Spiele auf höchsten Einstellungen spielen möchtest. Außerdem punktet der Snapdragon 8 Gen 1 mit Energieeffizienz – wohl ein Grund, warum Realme die Akkukapazität des GT2 Pro nicht erweitern musste, um dieselbe Laufzeit zu erzielen. Erhöht wurde hingegen der Speicherplatz. Dieser beträgt in der 12 GB RAM-Version maximal 512 GB.

Realme GT2 Pro in weiß und grün
Quelle: realme.com

Display

Das Display des Realme GT2 kann auf ganzer Linie überzeugen. Darum verwundert es nicht, dass die Pro-Version nur punktuelle Verbesserungen bietet: So präsentiert sich die Pixeldichte mit 526 ppi noch schärfer, und die maximale Helligkeit wurde geringfügig erhöht. Größte Änderung ist LTPO2 – ein Feature, das die Wiederholungsrate automatisch an Deine Nutzung anpasst. Bei Spielen und Videos schaltet der Bildschirm beispielsweise in den 120 Hz-Modus; wenn Du jedoch nur Standbilder betrachtest, reduziert sich die Wiederholungsrate auf 60 Hz. Das hilft, Akku zu sparen.

Kameras

Die Hauptkamera des Realme GT2 Pro ist identisch mit der Basisversion. Jedoch wurde die Ultraweitwinkel-Kamera deutlich aufgebohrt. Sie verfügt über eine 6 Mal höhere Auflösung (50 MP), was für deutlich schärfere Fotoqualität sorgt. Außerdem ist der Bildausschnitt größer, sodass noch mehr Personen auf Dein Foto passen.

Als Ersatz für das Makroobjektiv wurde eine Mikroskop-Linse mit 40-facher Vergrößerung verbaut. Wie der Name schon sagt, kannst Du damit Objekte vergrößern – und beispielsweise die einzelnen Fasern Deiner Tischdecke fotografieren. Das ist ein interessantes Feature, mit dem nur die wenigsten Smartphones prahlen können. Wie viele Kunden es im Alltag benutzen werden, bleibt jedoch abzuwarten. Interessanter ist für Otto Normal-Nutzer wahrscheinlich, dass die Auflösung der Selfie-Kamera von 16 auf 32 MP erhöht wurde.

Auch bei den Videos gibt es Änderungen: Das GT2 Pro kann in 8K-Qualität filmen, und besitzt eine Zeitlupen-Funktion mit 240 Bildern pro Sekunde.

Fazit

Das Realme GT2 Pro ist seinen Aufpreis vor allem aus drei Gründen wert: schnellere Hardware, schärferes Display und verbesserte Ultraweitwinkel-Linse. Doch auch alle, die mehr internen Speicher benötigen, Videos für ihren 8K-Fernseher aufnehmen möchten oder einfach nur die edle Optik eines Metallrahmens bevorzugen, sollten sich die Pro-Version genauer ansehen.

Realme GT2 Pro in grün in der Landschaft
Quelle: realme.com

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