Smartphone für Senioren: Kriterien, Tipps und die besten Modelle

In Zeiten von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen ist es gar nicht so einfach, mit seinen Liebsten in Verbindung zu bleiben. Vor allem ältere Menschen fühlen sich oft einsam, wenn die Angehörigen nicht vorbeikommen können. Was läge also näher als den Großeltern zur zweiten Pandemie-Weihnacht ein neues Smartphone für Senioren zu schenken?

Natürlich gibt es dabei einiges zu beachten: Vielen Senioren fällt die Umstellung auf die neue Technologie schwer. Sie fühlen sich von der Fülle an Möglichkeiten erschlagen oder brauchen diese schlicht und einfach nicht. Oft stellen auch zu kleine Tasten und mangelnder Bedienkomfort ältere Menschen vor Herausforderungen.

Wie sollte es also aussehen – das Smartphone für Senioren? Welche Kriterien sind besonders wichtig und gibt es Modelle, die perfekt auf ältere Menschen zugeschnitten sind? Wir verraten es in diesem Artikel.

Smartphones für Senioren – die wichtigsten Kriterien

Als erstes ist es wichtig zu wissen, welche Kriterien für die meisten Senioren nicht oder weniger wichtig sind: Dazu gehören riesige Mengen an Speicherplatz genauso wie Top-Hardware, die im Alltag kaum ausgereizt wird. Auch Gimmicks wie Foto- und Videobearbeitung, Sprachsteuerung oder Virtual Reality-Tauglichkeit sind für ältere Nutzer eher nebensächlich.

Stattdessen sollten folgende Kriterien beim Kauf im Vordergrund stehen:

Ausreichende Größe

Mit dem Alter lässt die Sehkraft bei vielen Menschen nach. Darum sollten Schrift und Symbole auf dem Display etwas größer ausfallen. Auch die Tasten dürfen ruhig weiter auseinander liegen. Sie sollten beim Drücken ein deutliches Feedback geben – etwa in Form akustischer Signale. Wer Probleme hat, sich an Touch Screens zu gewöhnen, ist mit physischen Tasten gut beraten.

Kompatibilität mit Hörgeräten

Viele Handys verursachen in der Nähe von analogen Hörgeräten Störgeräusche, die für Nutzer sehr unangenehm sein können. Leider gibt es für die Kompatibilität keine hundertprozentige Sicherheit. Wer sich also nicht auf die Angaben des Herstellers verlassen möchte, sollte das Gerät vor dem Kauf selbst testen.

Kabelloses Laden

Natürlich muss ein Senioren-Handy nach einiger Zeit aufgeladen werden. Das Hantieren mit filigranen USB C-Adaptern kann ältere Menschen jedoch vor Probleme stellen – besonders, wenn die motorischen Fähigkeiten eingeschränkt sind. Dann empfiehlt sich ein Modell, das kabelloses Laden unterstützt und einfach auf die Ladestation gesetzt werden kann.

Notruf-Knopf

Noch wichtiger ist eine Funktion, mit der Senioren im Notfall schnell Hilfe rufen können. Diese sollte als gut sichtbare physische Taste auf dem Gerät vorhanden sein und automatisch die Angehörigen verständigen. Eine Notruf-Taste, die man erst über mehrere Menüs erreicht, ist dagegen kaum sinnvoll.

Für alleinstehende Senioren wichtig: Ein großer Notrufknopf am Handy.

Schutz des Handys

Besonders Senioren, die mit motorischen Problemen zu kämpfen haben, sollten kein allzu filigranes Smartphone kaufen. Zu groß ist die Gefahr, dass dieses beim Fallenlassen beschädigt wird. Eine integrierte Schutzhülle ist in jedem Fall empfehlenswert. Idealerweise bietet diese nicht nur Schutz vor Stößen, sondern auch vor Spritzwasser und Staub.

Ortung und Entsperrung

Wenn die Großeltern bereits vergesslich werden, können sie das Smartphone schon einmal verlegen. In diesem Fall empfiehlt sich ein Gerät, das per GPS geortet werden kann. Apropos vergesslich: Die Entsperrung per Passwort kann manche Senioren überfordern – vor allem, wenn sie das Handy nur selten benutzen. Fingerabdruck- oder Gesichts-Scanner stellen die benutzerfreundlichere Variante dar.

Smartphone für Senioren mit oder ohne Vertrag?

Bei dieser Frage kommt es auf das Nutzungsverhalten an. Senioren, die das Smartphone nur für den allwöchentlichen Talk mit der Familie verwenden, benötigen weder ein großes Datenvolumen noch Multimedia-Pakete. Auch eine SMS-Flat ist in diesem Fall unnötig.

Prepaid-Tarife stellen die günstigste Variante dar. Die Karte aufzuladen kann für Senioren, die nur selten das Haus verlassen und sich nicht mit Online-Banking auskennen, jedoch schwierig sein. Außerdem werden die Prepaid-Karten vieler Hersteller deaktiviert, wenn man sie zu lange nicht auflädt.

Benutzerfreundlicher präsentiert sich da schon ein Basistarif mit Allnet-Flat und moderatem Datenvolumen. Auf handytick.de findest du eine Vielzahl dieser Tarife für jeden Bedarf.

Empfehlenswerte Smartphones für Senioren

Natürlich spricht nichts dagegen, Senioren ein „herkömmliches“ Smartphone zu kaufen. Wenn es nicht die neuste Technik sein muss, bieten sich auch generalüberholte Geräte an, die wir auf handytick.de günstig anbieten.

Daneben gibt es Modelle, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sind und ein Höchstmaß an Bedienkomfort bieten:

DORO 7080

Das DORO 7080 ist vor allem ein Handy zum Telefonieren – und zwar so einfach und benutzerfreundlich wie möglich. Im zugeklappten Zustand wird beispielsweise der Name des Anrufers auf einem Display angezeigt. Anschließend reicht Aufklappen, um den Anruf entgegenzunehmen.

DORO 7080: Dieses Smartphone für Senioren ist einfach und benutzerfreundlich.

Ebenfalls benutzerfreundlich sind die großen physischen Tasten mit weiten Abständen, die noch dazu über eine Sprach-Funktion verfügen. Das heißt, eine Stimme sagt auf Wunsch an, welche Taste gerade gedrückt wurde. Für den Notfall befindet sich auf der Rückseite eine Taste, die den Standort automatisch an vorher eingespeicherte Personen sendet. Kompatibilität mit Hörgeräten ist gewährleistet.

Trotz der altbackenen Optik präsentiert sich das DORO 7080 Internet-tauglich. Mehr als WhatsApp und Facebook ist aufgrund der schwachen Hardware jedoch kaum drin. Dank Rückseiten- und Frontkamera sind Fotos oder Videoanrufe möglich – auch wenn man bei der Auflösung von 320 x 240 Pixeln keinen optischen Hochgenuss erwarten sollte.

Emporia SMART.3

Zugegeben: Ottonormal-Nutzern dürfte die Technik des Emporia SMART.3 nur ein müdes Lächeln abringen. 16 GB Speicherplatz, 2 GB Arbeitsspeicher und ein Vierkern-Chip genügen höchstens für Basis-Anwendungen. Dafür punktet dieses Smartphone mit seiner Benutzerfreundlichkeit.

Das beginnt mit dem übersichtlichen Display sowie den großen Tasten, Zeichen und Zahlen, die zur Lesbarkeit beitragen. Die Lautstärke präsentiert sich kräftig, die Bedienung einfach, und eine IP54-Zertifizierung bescheinigt: Das Gerät ist vor Staub und Spritzwasser geschützt. Zwei Kameras ermöglichen Videoanrufe und Schnappschüsse, und dank Ladeschale entfällt das Hantieren mit dem USB-Kabel.

Lediglich die Akkulaufzeit wird von Testern bemängelt. Im Durchschnitt sind zehn Stunden am Stück möglich. Im Standby hält das Gerät dagegen locker eine ganze Woche durch.

Emporia SMART.5

Wer bereit ist, ein paar Euro mehr auszugeben, sollte sich das neuste Modell der SMART-Serie genauer ansehen. Dieses verfügt mit 32 GB über doppelt so viel Speicher wie das SMART.3, und auch die Geschwindigkeit wurde dank 3 statt 2 GB RAM verbessert – genau wie die Akkulaufzeit und das Kamera-Modul mit drei Objektiven. Damit richtet sich das SMART.5 an Senioren, die höhere Ansprüche an ihre Hardware stellen.

Erfüllt auch höhere Ansprüche: Das Emporia SMART.5.

Es gibt jedoch noch eine Neuerung: Die mitgelieferte Smart-Hülle trägt nicht nur zum Schutz des Geräts bei. Sie besitzt auch vier große Tasten, mit denen Nutzer Anrufe annehmen oder ablehnen, zur Kamera wechseln und die Taschenlampe aktivieren können. Ein Notruf-Knopf befindet sich auf der Rückseite. Wird dieser gedrückt, ruft das Gerät automatisch fünf vorher eingestellte Kontakte an und gibt ein lautes Geräusch von sich.

Andere sinnvolle Features fanden sich bereits im Emporia SMART.3: darunter kabelloses Laden, Kompatibilität mit Hörgeräten, ein übersichtliches Display und Spritzwasserschutz dank IP54-zertifizierter Hülle.

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