Google Pixel 6a Titelbild

Das Pixel 6a – Googles neues Mittelklasse-Smartphone

Ende des Jahres soll das neue Google Pixel 7 erscheinen. Wie um die Wartezeit zu verkürzen, haben die Kalifornier nun ein weiteres Modell ihrer beliebten Pixel 6-Reihe vorgestellt. Dieses nennt sich Pixel 6a und wird im Juli 2022 auf den Markt kommen. Bereits jetzt liegen uns offizielle Infos zu diesem Budget-Phone vor, das die Vorzüge des Pixel 6 für den kleinen Geldbeutel verspricht.

Wir zeigen Dir, was das Pixel 6a alles kann, wie es sich im Vergleich zu den „Geschwistern“ Pixel 6 und 6 Pro schlägt, und für wen sich ein Kauf lohnen könnte.

Google Pixel 6a
Quelle: Google.com

Preis und Verfügbarkeit

Nach Herstellerangaben wird das Pixel 6a bei Erscheinen 459 Euro (UVP) kosten. Das sind 200 Euro weniger als der Anfangspreis des Pixel 6, und nur halb so viel, wie Google für das Pixel 6 Pro verlangte. Da das Pixel 6a nur in einer Speicher-Variante verfügbar sein wird – und zwar mit 128 GB – gibt es auch nur einen Preis. Vorbestellen kannst Du das Gerät ab dem 21. Juli. 7 Tage später kommt es in den Handel.

Sehen wir uns nun an, wie das Pixel 6a ausgestattet ist und welche Features angesichts des günstigen Preises gestrichen wurden:

Google Pixel 6a Rückseite
Quelle: Google.com

Maße und Design

Das Google Pixel 6a misst 152,2 x 71,8 mm und besitzt eine Bildschirmdiagonale von 6,1 Zoll. Das macht es zum kleinsten Vertreter der Reihe – ein Segen für alle, die ihr Smartphone gerne einhändig bedienen oder in enge Hosentaschen packen möchten. Nichts getan hat sich an der Höhe: Diese beträgt weiterhin schlanke 8,9 mm.

Auch optisch gleicht das Pixel 6a seinen Geschwistern fast 1:1. Typisch für die Reihe erwartet Dich ein markantes Kameraband auf der Rückseite. Die Kanten sind modisch abgerundet, wie man es von nahezu allen aktuellen Smartphones kennt, und das Verhältnis von Display zu Gehäuse beträgt 83 %. Damit sind die Displayränder etwas dicker als beim Pixel 6 (83,4 %) und deutlich dicker als beim Pro-Modell (88,8 %).

Ein weiterer Spar-Faktor: Für die Rückseite des Pixel 6a kommt kein Glas, sondern Kunststoff zum Einsatz. Dieses Material ist einerseits sehr widerstandsfähig, wirkt für viele Nutzer jedoch weniger hochwertig und erlaubt kein kabelloses Laden.

Die Schutzklasse ist seit langem eine Stärke von Google-Handys, darum die gute Nachricht vorweg: Das Pixel 6a besitzt eine IP67-Zertifizierung. Sein Gehäuse wurde so designt, dass Staub und Spritzwasser nicht ins Innere gelangen können. Unter Laborbedingungen ist das Pixel 6a außerdem bis zu einer Tiefe von 1m wasserdicht: 50 cm weniger als beim Pixel 6 und Pixel 6 Pro. Entscheidend dürfte das nicht sein – auch weil der Hersteller nicht für Feuchtigkeitsschäden haftet. Es bleibt dabei: Eine Schutzklasse zu haben, beruhigt – absichtlich testen sollte man sie jedoch nicht!

Bedeutsamer ist da schon, dass das Pixel 6a „nur“ eine Schutzschicht aus Gorilla Glass 3 besitzt. Diese hält zwar Kratzer ab. Neuere Generationen, wie sie im Pixel 6 und 6 Pro verbaut werden, bieten jedoch noch mehr Schutz gegen Stöße.   

Display

Beim Display bleibt das Pixel 6a der Reihe treu. Dennoch gibt es einige Änderungen:

Identisch zur Basisversion ist die Full HD-Auflösung von 1080 x 2400 Pixeln. Über mangelnde Schärfe oder sichtbare Bildpunkte dürften sich Nutzer des Pixel 6a also nicht beschweren. Ebenso besitzt dieses Handy ein OLED-Display, das für besonders realistische Kontraste sorgt.

Unterschiede zeigen sich im Detail – angefangen mit der Nomenklatur: Beim Pixel 6 heißen die verwendeten Dioden „AMOLED“, und das Pixel 6 Pro lockt mit „LTPO AMOLED“. Der größte Unterschied zwischen diesen Varianten liegt in der Wiederholungsrate. Während Pixel 6 und Pixel 6 Pro eine Wiederholungsrate von 90 bzw. 120 Hz bieten, muss sich das Pixel 6a mit 60 Hz begnügen.

Das hat Vor- und Nachteile: Nutzer, die die super-smoothen Scroll-Bewegungen und Animationen eines 90 oder 120 Hz Displays gewohnt sind, könnten von diesem „Downgrade“ abgeschreckt werden. Auf der anderen Seite verbraucht eine niedrigere Wiederholungsrate weniger Strom, was sich in der Akkulaufzeit niederschlägt. Aber dazu weiter unten mehr.

Google Pixel 6a auf einem Tisch
Quelle: Google.com

Hardware und Akku

Bei der Hardware könnten wir uns im Grunde kurzfassen, denn sie ist fast identisch mit den anderen Versionen des Google Pixel 6. Gerade dies dürfte jedoch bei vielen Käufern für Freude sorgen, denn Googles 6. Generation begeistert Hardware-Freunde auch noch ein halbes Jahr nach Erscheinen.

Zur Erinnerung: Im Pixel 6 verbauten die Kalifornier erstmals einen hauseigenen Chip: den Google Tensor. Nun hat es viele Vorteile, wenn Hardware und Software aus einer Hand stammen. Beispielsweise konnte Google den Chip optimal an sein Betriebssystem Android anpassen. Und auch die Leistung kann überzeugen: 5 nm-Fertigung und acht Rechenkerne sorgen dafür, dass Apps und Spiele flüssig von der Hand gehen. Darüber hinaus besitzt der Google Tensor einen eigenen Sicherheitschip sowie wichtige Verbesserungen beim Maschinellen Lernen. Heißt konkret: Anwendungen, die mit KI arbeiten – beispielsweise Übersetzungen oder Bildbearbeitung – laufen besonders schnell.

Wer sich nun fragt, warum das Google Pixel 6a trotz identischem Chip günstiger ist, sollte ein Detail beachten: In dieser Variante stehen maximal 6 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung – 2 bzw. 4 GB weniger als beim Pixel 6 und 6 Pro. Das dürfte für minimal längere Ladezeiten beim Hin- und Herwechseln zwischen Apps sorgen. Jedoch können erst Tests zeigen, wie sehr sich diese Einsparung im Alltag bemerkbar macht.

Zuständig für die Energieversorgung ist ein Akku mit 4.410 mAh. Das ist weniger als bei den anderen Pixel 6-Modellen. Dafür muss das 6a nur eine kleine Display-Fläche beleuchten, was den Energiehunger senkt. Auch 60 Hz tragen zur Effizienz bei, sodass Nutzer mit einem Tag Dauernutzung rechnen sollten – evtl. zwei, wenn sie das Pixel 6a sparsam verwenden.

Für den Anschluss an die Steckdose greift das Pixel 6a auf ein 18 W-Netzteil zurück. Super-schnelle Ladezeiten wie etwa beim Xiaomi 12X, das mit der dreifachen Wattzahl lädt, solltest Du nicht erwarten. Eher schon erscheinen 1–2 Stunden für einen kompletten Ladezyklus realistisch.

Kameras

Auf den ersten Blick hat sich am Kameramodul dieses Pixel Phones wenig geändert. Wie seine beiden Geschwister besitzt das Pixel 6a zwei Objektive auf der Rückseite – ein Weitwinkel-Objektiv als Allrounder und eine Ultraweitwinkel-Linse, die Gruppen- und Panoramafotos ermöglicht.

Auffällig ist jedoch, dass die Auflösung der Hauptkamera von 50 auf 12,2 MP verringert wurde. Zumindest in der Theorie dürfte das für weniger Schärfe sorgen. Jedoch bleibt zu hoffen, dass Google diesem Effekt per Software-Optimierung entgegenwirkt. Auf der positiven Seite verfügt das Pixel 6a über optische Bildstabilisierung, was Aufnahmen im Dämmerlicht zugutekommt.

Die Ultraweitwinkel-Linse präsentiert sich mit 12 MP identisch zum Pixel 6. Lediglich das Pro-Modell bietet hier eine höhere Auflösung – und ist außerdem mit einer Telephoto-Linse für Motive in der Ferne ausgerüstet. Wer hoffte, mit dem Pixel 6a das erste Budget Phone mit brauchbarem Zoom zu erhalten, wird enttäuscht.

Videos nimmt das Pixel 6a in 4K-Qualität auf, die in dieser Preisklasse mittlerweile zum Pflichtprogramm gehört. 60 Bilder pro Sekunde sind die „Kür“ und erlauben realistischere Kameraschwenks als 30 FPS. Zusätzlich gibt es ein Zeitlupen-Feature mit bis zu 240 FPS.

Ein Highlight von Googles 6. Generation ist die Bildbearbeitung – und hier macht auch das Pixel 6a mit seinem Fokus auf künstliche Intelligenz keine Ausnahme: Real Tone sorgt für eine natürliche Darstellung von Hauttönen, der Nachtmodus verbessert Fotos im Dämmerlicht, und eine Fülle von Möglichkeiten bietet Googles Magic Eraser. Dieses Tool erlaubt es Dir nicht nur, störende Objekte zu retuschieren. Du kannst nun sogar ihre Farbe ändern, damit sie nicht vom Hauptmotiv ablenken.

Features

In Sachen Ausstattung bietet das Pixel 6a fast alle Features seiner höherpreisigen Geschwister: von 5G-Support für schnelles Internet über WLAN 6, Bluetooth 5.2 und NFC bis zum Always on-Display, das Dir Infos auf dem Bildschirm anzeigt, selbst wenn dieser ausgeschaltet ist. Für das Sperren und Entsperren kommt ein Fingerabdruck-Scanner unter dem Bildschirm zum Einsatz. Ebenfalls mit von der Partie ist der Google Assistant, mit dem Spracherkennung und Übersetzungen in Echtzeit möglich sind.

Gespart hat Google bei den Ladeoptionen. Der Verzicht auf eine Glas-Rückseite zeigt bereits, dass das Pixel 6a nicht für kabelloses Laden ausgelegt ist. Außerdem fehlt Reverse Wireless Charging: ein Feature, mit dem die anderen Pixel 6-Modelle externe Geräte mit Strom versorgen können.

Wer viele Dateien herunterladen möchte, sollte außerdem bedenken, dass das Pixel 6a keinen Slot für SD-Karten besitzt. Das trifft auch auf Pixel 6 und 6 Pro zu – allerdings sind diese auf Wunsch mit 256 bzw. 512 GB verfügbar, während sich das Pixel 6a mit 128 GB begnügen muss. Um den Speicher zu erweitern, bleibt daher nur Googles Cloud-Lösung. 15 GB erhältst Du geschenkt, wenn Du ein Google-Konto besitzt. Für mehr Speicher musst Du wohl oder übel bezahlen.

Google Pixel 6a in Verwendung
Quelle: Google.com

Fazit

Das Google Pixel 6a besitzt mit 459 Euro einen attraktiven Preis für alle, die die Vorzüge der Reihe genießen und gleichzeitig Geld sparen möchten. Dabei dürfte die Zielgruppe vor allem aus Alltags-Nutzern bestehen, die keinen Wert auf viel Speicherplatz, hochauflösende Kameras, kabelloses Laden oder ein 90/120 Hz Display legen.

Größte Stärke ist und bleibt Googles hauseigener Chip, der KI-Aufgaben wie Bildoptimierung- und Bearbeitung, Spracherkennung und Übersetzungen in Rekordgeschwindigkeit bewältigt. Wer sein Handy hauptsächlich in der Freizeit verwendet – etwa zum Filmschauen – darf sich auf ein farb- und kontraststarkes OLED-Display freuen.

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